
Beeinflusst Gold Ihre Hormone? Wissenschaft und Glauben erklärt
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Gold wird seit Jahrtausenden geschätzt, nicht nur wegen seiner Schönheit und seines Wertes, sondern auch wegen seiner angeblichen gesundheitlichen Vorteile. Im Laufe der Geschichte glaubten viele Kulturen, dass das Tragen von Gold heilen, die Energie ausgleichen und sogar die Hormone des Körpers beeinflussen könne. Doch was sagt die moderne Wissenschaft zu diesen uralten Überzeugungen?
Gold in der Geschichte und der traditionellen Medizin
Von den Pharaonen des alten Ägypten bis hin zu Ayurveda-Praktikern und der traditionellen chinesischen Medizin gilt Gold seit jeher als Symbol für Vitalität und Lebenskraft. Im alten Ägypten wurde Gold in Amuletten verwendet, die die Gesundheit schützen und die Jugend verlängern sollten. In Indien sind Blattgold und kolloidales Gold seit Jahrhunderten Bestandteil ayurvedischer Zubereitungen und sollen das Immunsystem und die Energie stärken. Einige traditionelle Praktiken behaupteten auch, Gold könne den Körper verjüngen, Stimmungsschwankungen regulieren und die Fruchtbarkeit verbessern. Gold wurde manchmal in winzigen Mengen eingenommen oder in Cremes und Salben auf die Haut aufgetragen, in der Annahme, es könne das innere Gleichgewicht des Körpers harmonisieren.
Was sagt die Wissenschaft?
Moderne Forschung zeigt heute, dass Gold in seiner reinen metallischen Form, wie auch der Schmuck, den wir tragen, weitgehend neutral ist. Es reagiert nicht chemisch mit Haut oder Körperflüssigkeiten, was ein Grund dafür ist, dass Gold für Schmuck so beliebt ist: Es löst selten allergische Reaktionen aus und läuft nicht an. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass das Tragen von Goldschmuck den Hormonspiegel von Östrogen, Progesteron oder Testosteron direkt beeinflussen kann. Diese Hormone werden durch komplexe Systeme im Gehirn und in den Drüsen reguliert, und das Tragen von Metall auf der Haut hat keine bekannten Auswirkungen auf sie.
Goldverbindungen wie Goldsalze, die bei bestimmten Behandlungen von rheumatoider Arthritis eingesetzt werden, haben jedoch messbare Auswirkungen im Körper. Bei diesen medizinischen Anwendungen werden bestimmte chemische Goldformen unter ärztlicher Aufsicht verabreicht. Doch selbst diese Verbindungen wirken nicht gezielt auf Sexualhormone; stattdessen modulieren sie das Immunsystem und tragen so zur Entzündungshemmung bei Erkrankungen wie Arthritis bei.
Kann das Tragen von Gold die Stimmung oder den Stress beeinflussen?
Obwohl das Tragen von Gold die Hormonproduktion nicht direkt beeinflusst, berichten manche Menschen, dass sie sich mit Goldschmuck selbstbewusster, entspannter oder positiver fühlen. Diese Gefühle können echte psychologische Vorteile haben: Eine bessere Stimmung kann Stress reduzieren, was wiederum den Cortisolspiegel (das Stresshormon) senkt. Indirekt kann das Tragen von Gold oder anderem Schmuck, der einem ein gutes Gefühl gibt, also das Wohlbefinden fördern, wobei dieser Effekt eher mit der Psyche als mit dem Metall selbst zusammenhängt.
Das Fazit
Die Verbindung von Gold mit Heilung und Gleichgewicht hat tiefe kulturelle und historische Wurzeln. Obwohl es faszinierend ist, diese Traditionen zu erforschen, gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass das Tragen von Goldschmuck den Hormonspiegel oder das endokrine System direkt beeinflusst. Wenn das Tragen eines goldenen Lieblingsrings oder einer goldenen Halskette Ihre Stimmung hebt oder Ihnen mehr Selbstvertrauen gibt, können diese positiven Emotionen zu Ihrer allgemeinen Gesundheit beitragen, auch wenn der Effekt nicht hormoneller Natur ist. Gold ist vielleicht kein Wundermittel zur Hormonregulierung, aber es bleibt ein zeitloses Symbol für Schönheit, Stärke und persönlichen Stil. Und manchmal kann unser Gefühl genauso wichtig sein wie das, was die Wissenschaft messen kann.